Freitag, 12. April 2013

Ranting about - Tripple #Aufschrei


Ich hatte befürchtet, einen Grund zu finden, diesen Titel zu verwenden.
Dank des Frauenausschusses der EU (hier ein kleiner #Aufschrei, weil es keinen Männerausschuss gibt) habe ich nun ‚endlich‘ Gelegenheit dazu.

Die beiden anderen Posts zum Thema #Aufschrei finden sich in meinem anderen Blog:
Sie bilden die Grundlage für das ‚Tripple‘ im Titel. Aber man muss sie nicht gelesen haben, um dieses Thema zu verstehen. Es hat nur alles einen gemeinsamen Hintergrund.


Zum Hintergrund: Besagter Frauenausschuss hat in üblich Eurokratischer Schneckengeschwindigkeit auch auf das Reizthema der letzten Monate reagiert und sich etwas ausgedacht. Es geht um die Abschaffung geschlechterspezifische Klischees, damit arme, verwirrte, junge (und in den Augen bestimmter, vornehmlich weiblicher Eurokraten auch offensichtlich dumme und nicht zu eigenen Entscheidungen fähige) Mädchen nicht die falschen Signale gesendet bekommen.
Ein Schritt zur Erreichung dieses hehren Ziels wäre das Komplettverbot jeglicher Pornographie gewesen. Denn wir wissen ja: Pornos gucken kann tödlich sein.

Ich analysiere diese grenzdebile Idee irgendwelcher komischer Menschen, die vermutlich schon so lange hinter ihren Schreibtischen sitzen, dass sie sich von ihrer Kaffeemaschine sexuell belästigt fühlen, mal auf meine eigene Weise.
Für mich wirkt es nämlich so, als sollten Geschlechterrollen grundsätzlich abgeschafft werden. Außer natürlich in den Bereichen, wo es die Rechte der Frauen betrifft. Da nicht.
Frauen sollen also gefälligst niemals aufgrund der Tatsache angesprochen oder in irgendeiner Form behandelt werden, das sie weiblich sind. Am besten werden sie gar nicht mehr angesprochen. Das wäre am sichersten.
Natürlich dürfen Frauen weiterhin Miniröcke tragen und davon auszugehen, dass es dabei um etwas anderes ginge, als die Luftzirkulation an den Beinen anzuregen, ist Blasphemie. Selbst wenn sie nackt herumlaufen wollten, wäre das in Ordnung.
Bei Männern hingegen wäre das passiv-aggressives Drohverhalten. Bei Erektion sogar aktive Nötigung - zum Wegsehen oder Abschneiden nämlich. Deswegen müssen Männer weiterhin Anzüge tragen und basta.

Okay… Soviel dazu ein wenig Frust abzulassen. Nun etwas ernsthafter:
Ja. Pornos sind eine ziemlich komische Angelegenheit. Und Sexgeschichten wie meine durchaus auch. Irgendwelche Klischees werden praktisch immer bedient. Und aufgrund der spezifischen Natur und Zielsetzung von Pornographie - sie soll nämlich erregen - werden die Darstellerinnen oftmals dauergeil porträtiert. Die männlichen Darsteller allerdings ganz nebenbei auch…
Das Ding ist… Jede Art von Unterhaltung arbeitet mit Klischees. Sex and the City ist ein wandelnder Klischee-Schwarm. Sogar - eigentlich allen voran - die berühmte Emma trieft vor Klischees. Und zwar natürlich vor geschlechtsspezifischen. Was auch sonst?

Geschlechterrollen (und darum geht es ja) sind auch ein Stück weit eine Notwendigkeit. Denn das Schürzenjäger Institut für vaginale Penetration hat festgestellt, dass Geschlechterrollen nicht nur der Erniedrigung der Frau als solche dienen, sondern auch noch einem anderen, fast vergessenen Zweck. Man nennt ihn Fortpflanzung und er war einmal ziemlich wichtig für die ganze Menschheit.
Ich will jetzt niemand mit dem wissenschaftlichen Geschwafel über Bienchen und Blümchen nerven. Es geht im Prinzip darum, dass Sex durchaus einen Sinn hat und am Ende Babys dabei rauskommen.
Ja genau. Nicht der Klapperstorch bringt die. Shocking, oder?!

Nun… Das Papier dieses Frauenausschusses wurde flugs geändert, denn über den Eurokraten entlud sich ein gehöriger Shitstorm, als das Ding ruchbar wurde. Und auch wenn die Urheberinnen womöglich für ihren Kampf gegen die Windmühlen der Evolution auf die Wiederwahl scheißen würden, sehen das die anderen Abgeordneten offenbar nicht so.
So ganz zufrieden bin ich damit aber nicht, denn die Idee der Abschaffung von Geschlechterrollen ist damit natürlich nicht vom Tisch. Sie ist nur entschärft worden.

Ich frage mich dabei aber ganz ehrlich: Dafuq!?! Was soll der Scheiß?
Wir sollten geschlechterspezifische Klischees nicht abschaffen, sondern verdammt noch mal ausweiten.
Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist rein biologisch extrem wichtig. Und daraus ergeben sich auch unterschiedliche Aufteilungen in allen Lebensbereichen für die Geschlechter. Beispielsweise bekommen Frauen die Kinder. Isso. Kein Gesetz wird daran etwas ändern.
Geschlechterrollen sind toll. Sie machen das Leben aufregend und interessant. Frauen lassen sich manchmal gerne erobern und brechen manchmal aus dem Muster aus. Und Männer wollen fast immer gerne zumindest versuchen zu erobern. Das sind Mechaniken, die ganz einfach dazugehören, solange wir uns geschlechtlich fortpflanzen.

Was immer weiter abgeschafft werden muss sind Dogmen. Beispielsweise die Dogmen vom ‚Platz der Frau am Herd‘. Jede Frau soll bitteschön Hausfrau und Mutter sein DÜRFEN, aber eben nicht MÜSSEN.
So einfach ist das. Gewisse Dinge werden uns von unseren Hormonen vorgegeben und sind ganz okay so. Aber selbst diese Dinge sind keine unverrückbaren Vorgaben, sondern eben Tendenzen. Jede Frau und jeder Mann soll daraus ausbrechen dürfen. Und NATÜRLICH darf jemand, der das nicht weiß, verblüfft reagieren. Nur aggressiv hat derjenige gefälligst nicht zu werden.

Ich bin FÜR gelebte Demokratie, wie sie der Online-Shitstorm in Reaktion auf dieses Papier bei den Eurokraten darstellt. Und ich bin FÜR geschlechtsspezifische Klischees.
Ich bin GEGEN Dogmen. Jedem soll gestattet sein, aus seinem Klischee auszubrechen. Ich heiße das sogar willkommen. Aber es soll verflucht noch eins auch erlaubt sein, dem Klischee mal zu entsprechen.
Und vor allen Dingen soll meinen lieben Leserinnen erlaubt sein, auf ihre Weise meine Sexgeschichten ebenso zu genießen, wie es die männlichen Leser tun.
Wo kommen wir denn da hin, wenn irgendwelche Ausschüsse sich da einmischen?
;-P

In diesem Sinne…
Schönes, unemanzipiertes Wochenende! ;-D

Kommentare:

  1. Sexuelle Belästigungen von der Kaffeemaschine ;), musste herzhaft lachen. Die kommt bestimmt ständig mit dem Staubwedel an, damit die staubigen Flusen der letzten Jahrhunderte, in denen die Dogmen, meines Erachtens weitgehend von der katholischen Kirche aufgebaut, entfernt werden können.
    Klischees, ja die gehören dazu wie Blondinenwitze, Männerverrisse ...
    Ansonsten sind wir in erster Linie Menschen. Etwas unterschiedlich gestaltet und mit einigen jeweils geschlechtsspezifischen Funktionen ausgestattet. Aber das Grundgerüst ist im Regelfall gleich. Kopf, Rumpf, 2 Arme und 2 Beine. Also auch die Möglichkeiten, alles damit zu bewerkstelligen, was machbar ist.

    Als Frau sage ich mal, geschichtlich gesehen waren wir lange Zeit unterdrückt. Da war eine unbestimmte Angst, dass Frauen gleichwertig sein könnten. Schreck lass nach. Das bringt das ganze patriachalische Fundament ins Wanken. Dabei waren die früheren Kulturen meist matriachalisch ausgelegt. Aus der Notwendigkeit heraus, damit Mensch nicht ausstarb, aber ohne spezielles Kalkül. Männer Jagd, Frauen im Haus/Höhle. Wobei es bestimmt auch schon Frauen bei der Jagd oder Männer bei der Hausarbeit gab. Die Kirche, als Männerdomäne historisch, hatte Angst vor den starken Frauen, ihrer Kraft, ihrer Macht. Unterdrückung als verdarbtes Wesen im neuen Glauben ein guter Weg an die Macht zu gelangen. Verfolgung bis hin zum Hexenwahn. Aber in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden sich die Frauen ihrer Gleichwertigkeit wieder bewusst. Frauenquote erübrigt sich heutzutage eigentlich in den meisten Bereichen. In anderen wäre eine Männerquote erforderlich. Erzieher z B. Sehe als Mutter mit einem Inklusionskind, männlicher Betreuer, wie sehr viele Kinder auch eine maskuline Rolle in ihrem Leben benötigen, nicht nur zu Hause, da ist ja oftmals ebenso Mangelware dessen. Was ich jetzt als nicht so wirklich guten Griff als männliche Berufswahl sehen würde, wäre Hebamme. Irgendwie gehört diese Berufung m.E. in die Funktionsweise der Frau.

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    1. Das Problem wäre nur, dass du als Erzieher von 50% der Bevölkerung entweder als Schwul(was nicht so schlimm wäre) oder als Philosophie(was wirklich schlimm ist) angesehen wirst. Und dabei ist es egal, ob dem wirklich so ist.

      Stell dir nur den Aufschrei vor, wenn man sieht, wie so ein Erzieher das Geschlecht der kleinen Tochter mit einem Feuchttuch reinigt, oder mit Wundsalbe einschmiert. Wenn gerade mal wieder irgendwo ein #Aufschrei aktiv ist, ist der Kerl schneller entlassen und für immer aus dem Beruf verbannt, als er "das gehört nun mal zum Windelwechseln" sagen kann. Ihm würde schließlich niemand glauben, auch wenn dies millilonen Mamas und Papas täglich mit ihren Kindern machen, und auch die Erzieherinnen in den Kitas da kaum was dagegen machen können.

      Mir fällt da übrigens ein schönes Beispiel aus der Schulzeit ein. Als ich so 9 Jahre alt war, habe ich mal im Übermut meiner Lehrerin an den Hintern gefasst. Hatte damals nix sexuelles, glaub ich zumindest.
      Die Antwort war eine Ohrfeige und die Erkenntnis, dass man dies nicht bei erwachsenen macht.

      Jetzt stellt euch mal vor, eine 9 jährige Schülerin mach dies aus Übermut im Schwimmbad mit ihrem Lehrer. Und irgendwer sieht das? Der Lehrer hat ein Problem. Gibt er ihr eine Ohrfeige für die unsittliche Berührung, ist er drann. Tut er das nicht, ist er Pädophil.

      Ich denke die List der Beispiele kann man noch beliebig erweitern.

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